Vermeiden Sie lautes Naseputzen in der Öffentlichkeit, es gilt in Japan als unhygienisch und eklig. Unangenehm ist für die geruchsempfindlichen japanischen Nasen auch der Schweißgeruch. Üben Sie den Umgang mit Eßstäbchen - Messer und Gabel gibt es nur in westlichen Restaurants. Lassen Sie sich nicht aus der Fassung bringen, wenn etwas nicht gleich auf Anhieb klappt. Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Sie von einem Restaurant oder einem Hotel abgewiesen werden. Meist befürchtet man dort sprachliche Probleme.
Gäste werden selten in Privathäuser eingeladen, da dies eine sehr ernstzunehmende, formelle Angelegenheit ist. (Eine andere Version besagt, dass japanische Wohnungen zu klein sind, um Gäste einzuladen.) Japaner befürchten, dass ihre Gastfreundschaft nicht dem westlichen Standard entspricht und dadurch der Gast in Verlegenheit gebracht werden könnte; z. B. durch die Sitte, beim Essen auf dem Boden zu sitzen. Zur Begrüßung verbeugt man sich. Die höfliche Nachsilbe San sollte bei der Anrede japanischer Männer und Frauen benutzt werden: Herr T. Yamada wird demnach mit "Yamada-san" angesprochen. Beim Betreten einer japanischen Wohnung oder eines Ryokans zieht man im allgemeinen die Schuhe aus, die Schuhspitzen sollten zur Eingangstür zeigen. Tischmanieren sind wichtig, obwohl ein japanischer Gastgeber dem westlichen Gast gegenüber sehr tolerant sein wird. Man sollte sich jedoch mit den wichtigsten Tischmanieren vertraut machen und Eßstäbchen benutzen. Es ist üblich, dem Gastgeber ein kleines Geschenk mitzubringen. Geschäftsleute sollten den japanischen Geschäftspartnern ebenfalls ein Geschenk überreichen, z. B. Souvenirs wie Kugelschreiber mit Firmenaufdruck, Krawatten oder Spirituosen bester Qualität. Nichtraucherzonen sind ausgeschildert. Trinkgeld wird nicht erwartet. Für besondere Dienste oder als Anerkennung können Geldgeschenke gemacht werden. Man sollte aber niemals eine Handvoll Kleingeld überreichen, sondern spezielle Briefumschläge für Geldgeschenke kaufen. |